Der Carl-von-Ossietzky-Solidaritätsfonds der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen unterstützt Menschen der Antikriegs- und Friedensbewegung, die strafrechtlich verfolgt werden. Beispielhaft stellen wir hier einige Fälle vor, bei denen eine (finanzielle) Unterstützung erfolgt ist

 

Veränderte Rekrutierungs-Werbung
Werbeplakate im öffentlichen Raum satirisch zu verändern und ihren Inhalt abzuändern nennt sich „Adbusting“. Seitdem die Bundeswehr vermehrt im öffentlichen Raum wirbt, werden auch ihre Werbeplakate verändert. Staatliche Behörden gehen gegen die „Adbusting“-Aktionen teils massiv vor: Der Militärische Abschirmdienst (MAD) und das Gemeinsame Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum von Bund und Ländern (GTAZ) haben bereits ermittelt. 2019 gab es sogar Hausdurchsuchungen in Berlin. Unser Solidaritätsfonds hat Betroffene unterstützt. Eine Langfassung des Falls gibt es hier.

 

Protest gegen Bundeswehr-Messestand
Um junge Menschen von der aggressiven deutschen Militärpolitik zu überzeugen und neuen Nachwuchs zu gewinnen präsentiert sich die Bundeswehr auf Messeständen – etwa 2015 in Stuttgart. Dort ging die Polizei nach einer Aktion gegen einen Aktivisten vor und es kam zu einem mehrjährigen Prozess – einschließlich einer Verfassungsbeschwerde. Wir unterstützen den Betroffenen. Eine Langfassung des Falls gibt es hier.

 

Demonstration gegen Militärritual
Gelöbnisse und Zapfenstreiche sind Militarismus in Reinform und eine Vorbereitung für Kriege und Militäreinsätze – die Bevölkerung soll begeistert und die Soldatinnen und Soldaten auf Kurs gebracht werden. In Mainz gab es daher 2014 Proteste gegen ein Gelöbnis. Die Polizei ging dagegen während der Abschlusskundgebung massiv vor – ein Aktivist wurde vor Gericht gezerrt und musste sogar einige Tage ins Gefängnis. Nachdem sich der Betroffene an uns wandte, unterstützen wir ihn, um ihm einen weiteren Gefängnisaufenthalt zu ersparen.

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